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Schaffell leder pflegen

Waschen von waschbar gegerbten Lammfellen/Schaffellen

Dieses Naturprodukt besitzt eine natürliche Selbstreinigungskraft. Bei kleineren Verschmutzungen reicht schon ein Ausschütteln an der frischen Luft sowie ein kurzes Ablüften.

Bei stärkeren Verschmutzungen kann man es bis 30 Grad mit einem Wollwaschmittel waschen. Es werden aber auch spezielle Lammfell-Waschmittel bzw. Fell-Spezialwaschmittel angeboten.

mit der Hand waschen:

  • - bei 30 Grad mit einem geeigneten Waschmittel (z.B. Fell-Spezialwaschmittel) ca. 5 bis 10 Minuten waschen
  • - anschließend mit frischem ca. 30 Grad warmen Wasser gut ausspülen
  • - langsam an der Luft trocknen lassen
  • - während des langsamen Trocknens sollte man das Lammfell immer wieder durchkneten, schütteln und in Form ziehen

Bei 30 Grad Handwäsche – sehr pflegeleicht:

- Schaffell - Schnitthaar Beige

- Schaffell - Schnitthaar Grau

- Autositzbezüge Schaffell

- Gesundheits Schaffell

- Baby Fell

Maschinenwäsche:

- Bei der Maschinenwäsche kann man das Lammfell bei 30 Grad im Wollwaschgang / Schonwaschgang mit entsprechenden Waschmittel (z.B. Fell-Spezialwaschmittel) waschen.

- Es sollte jedoch nicht geschleudert bzw. im Trockner getrocknet werden. Die Trocknung sollte am besten wieder an der Luft erfolgen (jedoch nicht an der Heizung bzw. in der Sonne).

- Wie bei der Handwäsche sollte man das Leder – am besten noch im feuchten Zustand – in Form ziehen.

Generell sollte das Fell nie auf bei direkter Heizungswärme bzw. in der prallen Sonne getrocknet werden

TIPP:

Was sagen Eva? Lammfell oder Schaffell waschen?

Sollte ein Lamm- bzw. Schaffell mal nicht mehr schön, oder voller (Fremd-) Tierhaare sein, kann man es ganz einfach waschen.

Ich habe das Fell im Wollwaschgang mit wenig schleudern (kann man bei den meisten Waschmaschinen einstellen) und Wollwaschmittel gewaschen.

Danach gut austropfen (über Nacht) lassen. Ich schmeiße das Fell dann bei Schontrocknung, mit 3-4 Tennisbällen in den Wäschetrockner. Immer mal wieder nachprüfen, ob das Fell trocken ist.

Wer mag, kann die Lederseite noch mit wenig Öl einreiben, muss man aber nicht.

Also bei uns hat es super funktioniert!

Konservierung von rohen Pelztierhäuten.

Alle Konservierungsverfahren beruhen darauf, daß der Wassergehalt der Haut auf ein solches Minimum gesenkt wird, daß die Vermehrung von Bakterien und anderer Mikroorganismen, die den Zersetzungsprozeß hervorrufen, unterbunden wird. Da der Zersetzungsprozeß gleich nach dem Tode beginnt muß die Konservierung so schnell wie möglich eingeleitet werden. Auf keinen Fall, und bei keiner Konservierungsart, dürfen die Felle gewaschen werden!! Die Felle werden von uns beim Gerben gewaschen.

Für das Konservieren kommen drei Verfahren in Frage:

Das Salzen

Beim Salzen muß das Fell am Bauch aufgeschnitten, mit dem Haar nach unten möglichst flach auf dem Boden ausgebreitet und mit ungefärbtem Salz gleichmäßig vor allem auch an den Rändern gesalzen werden. (Salzverbrauch ca. 20 bis 30% vom Hautgewicht) Das Blutwasser abfließen lassen und nach ca. 2 - 3 Tagen leicht nachsalzen. Ungesalzene Stellen, oder Blutwasserpfützen führen zu Haarausfall.Gesalzene Felle bitte nicht zusätzlich einfrieren da sich die Konservierungsarten aufheben.Bei Dachsen, Sauschwarten und anderen fetten Fellen kann es beim Salzen leicht zu Konservierungsfehlern kommen.

Das Trocknen

(nicht für Dachs, Sauschwarte und sehr fette Felle geeignet)

Die abgebalgten Felle über ein angespitztes körperbreites Brett ziehen, das Haar nach innen. Rute, Läufe und Ohren ganz auslösen oder abschneiden. Sollen sie mitgegerbt werden, mit Zeitungspapier bekleben, und die Felle bei Zimmertemperatur trocknen. Keinesfalls der Sonne oder Strahlungswärme aussetzen. Richtig gesalzene oder getrocknete Felle können über einen längeren Zeitraum kühl und trocken aufbewahrt und bei Gelegenheit mit der Post versandt oder selbst gebracht werden, spätestens jedoch vor Beginn der warmen Jahreszeit etwa Ende März.

Das Einfrieren

Dachsfelle, Sauschwarten und sehr fette Fälle können nur durch einfrieren konserviert werden. In einem dichten Plastiksack in der Gefriertruhe und nach telefonischer Absprache mit uns per Post versenden. Eingefrorene Felle können nicht mehr gesalzen oder getrocknet werden. Fehler bei der Konservierung werden meistens erst nach dem Einweichen oder beim Gerben bemerkt. Für Schäden gleich welcher Art, die aus Konservierungsfehlern entstehen, können wir keine Haftung übernehmen.
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Waschanleitung für Schaffelle

Nach eigenen Erfahrungen können Sie von uns gegerbte Schaffelle in der Waschmaschine waschen, wenn Sie folgende Punkte beachten:

1.) Wenn an Ihrer Waschmaschine die Schleuderzahl regulierbar ist dann stellen Sie sie auf die niedrigste mögliche Schleuderzahl ein, wir empfehlen 300 u/min. Starten Sie den Schleudervorgang wenn Möglich manuell und achten Sie darauf das die Felle nicht diagonal in der Maschine liegen. Nasse Schaffelle können, egal wie sie gegerbt wurden, sehr schnell reißen!

2.) Waschen Sie nie mehr wie ein Fell auf einmal . Nasse Felle werden sehr schwer und Ihre Maschine könnte schaden nehmen.

3.) Waschen Sie Schaffelle nie heißer wie 30°C ! Sie können die Felle je nach belieben oder Verschmutzung von Wollprogramm kalt bis Buntwäsche 30° waschen. Wenn sie heißer gewaschen werden verfilzt die Wolle und das Leder wird hart. Nehmen Sie Wollwaschmittel oder Waschmittel für Feinwäsche. Kein Fleckensalz oder ähnliches.

4.) Geben Sie reichlich Weichspüler in die Kammer, je nach größe des Felles ein bis zwei Kappen. Nicht für die Wolle des Felles, sondern für das Leder. Nur so bleibt es geschmeidig.

5.) Hängen Sie das Fell wie Wäsche zum Trocknen auf. Jedoch nicht in die pralle Sonne oder in Ofennähe.

6.) Wenn Sie eine Kaltwind-Funktion bei Ihrem Trockner haben können Sie die Felle während dem Trocknen öfters kurz in den Trockner geben. Sie werden weicher und flauschiger. Nicht bei Normaltemperatur in den Trockner geben!

7.) Während dem Trocknen ist das Fell mehrmals mit der Hand auseinanderziehen, um eineVerhärtung des Leders zu vermeiden.

Bevor das Fell ganz ausgetrocknet ist kneten Sie es wie einen Teig oder ziehen es über eine Stuhllehne oder eine andere runde Kante. Sie merken sehr schnell wie das Fell geschmeidig wird.

8.) Die Wolle Ihres Felles wird nach dem Waschen etwas lockig sein. Dies tut der Qualität keinen Abbruch.
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TIPP:

Wolle ist schmutzabweisend. Meist dringen auch flüssige Verunreinigung nicht tief in die Wolle ein. Es genügt die Flüssigkeit sofort mit einem Baumwolltuch aufzutauchen oder über das Fell zu streichen. Auch das Abbrausen der Wolle mit der Handbrause der Dusche hat sich bewährt. Schütteln Sie das Fell danach aus oder schleudern Sie es ( nicht mehr als 300 u/min ) und lassen es trocknen.

Waschen Sie Ihr Fell nicht regelmäßig sondern nur wenn es wirklich schmutzig ist. Zum einen ist Wolle schmutzabweisend zum anderen, egal wie schonend Sie waschen bzw. waschen oder reinigen lassen, Ihr Fell leidet immer ein bisschen.

Bitte beachten Sie: beim Waschen kann ein Fell immer Schaden nehmen. Wir können für solche Schäden keinerlei Gewähr übernehmen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Pflege Ihrer Felle und hoffen Sie haben lange Freude an ihnen.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Gerbung, einige möchten wir Ihnen näher erläutern.

Die medizinische Gerbung mit Relugan auf der Basis von Glutardyaldehyd. Das Leder und die Wolle werden leicht gelblich. Die Felle sind ca 5 x waschbar.

Die Chromgerbung erfolgt mit Chromsalzen. Wolle und Leder werden grünstichig. Dieses Leder ist am haltbarsten, man kann die Felle bis zu 10 x waschen. Das Chrom bringt allerdings auch einige Probleme. Es kann Hautiritationen und Allergien verursachen, wie zum Beispiel die bekannte Chromflechte. Die Schwermetalle im Abwasser sind bedenklich und dürfen nur in geringsten Mengen nachweisbar sein - ppm Bereich. Das Schuh und Bekleidungsleder wird größtenteils mit Chrom gegerbt. Produziert wird dieses Leder deswegen auch fast ausschließlich im Ausland.

Eine noch immer sehr wichtige Art der Gerbung, wenn auch schon fast ausgestorben ist die Semischgerbung. Sie erfolgt mit Fischtran der mit Wärme und ausreichender Zeit das Kollagen der Haut durch Bildung von Oxalsäure vernetzt und mit Soda ausgewaschen wird. Die genauen Zusammenhänge sind bis heute nicht 100% entschlüsselt. Das Ergebnis ist ein weiches warmes, leicht gelbliches Leder das sich anfühlt wie eine zweite Haut. Wer einmal eine gut gegerbte Semischlederhose getragen hat wird auf die heutzutage leider häufig anzutreffenden chrom- oder synthetischgegebten nicht mehr hereinfallen. Für Felle ist diese Gerbung allerdings nicht geeignet.

Bei der pflanzlichen Gerbung werden Rinden, Holz, Früchte und Samen verwendet die Gerbstoffe so genannte Phenole enthalten. Da die entstehenden Leder einen hohen Stand haben, sprich sie sind beinhart, wird diese Gerbung hauptsächlich noch für Schuhe und Schuhsohle verwendet. Mann kann auch Felle damit gerben, allerdings braucht man Unmengen an Fett um die Felle einigermaßen weich zu bekommen, was nicht unbedingt Sinn macht. Hier greift man auf die synthetische Gerbung zurück die künstlich hergestellte Gerbstoffe auf der Basis der Phenole verwendet. Diese Gerbung ergibt helles, weicheres und dehnbareres Leder.

Die Alaungerbung arbeitet mit Aluminiumoxyd, Al2O3 . Dieser Stoff wird auch für die Haltbarmachung von Kinderknette verwendet und Alaun wird dem einen oder anderen als Rasierstein oder Deostift bekannt sein. Alaun ist also eher unbedenklich. Das Leder wird hell und zügig, also dehnbar, allerdings wäscht sich diese Gerbung schnell wieder aus. 1 bis 2 mal gewaschen und aus dem Schaffell wird Rohhaut.

Dazu gibt es unzählige Kombinationen dieser Gerbverfahren, so das jeder Gerber die für sich passende suchen muß. Vor allem im Ausland, wo der Umweltschutz so gar keine Rolle spielt wird oft auch auf eine zusätzliche Chromgerbung zurückgegriffen.

Wir haben uns für eine Kombination von Alaun und synthetischer Gerbung, also Al2O3 und Phenolen entschieden.

Unser Abwasser ist unbedenklich und dennoch können unsere Felle etwa 4 bis 5 mal gewaschen werden. Die Felle sind hellledrig und weich, die Wolle enthält noch viel natürliches Lanolin. Auf Kundenwunsch können wir auch eine Gerbung anbieten die auf pflanzlichen Gerbstoffen basiert, aber so kombiniert ist, das die Felle nicht hart werden. Diese Gerbung ergibt ein bräunliches Leder und auch die Wolle bekommt einen warmen, erdigen Farbton.

Nach dem Gerben werden die Felle über einen Bock geschlagen. Das hört sich aufregender an als es ist, sie werden einfach zum abtropfen über einen Bock gehängt. Danach werden sie geschleudert um überschüssiges Wasser zu entfernen. Im Trockenraum werden die an Stangen gehängten Felle bei 30°C getrocknet. Dabei sorgt ein Ventilator für einen hohen Luftaustausch. Wenn Leder trocknet zieht sich die Haut zusammen, verklebt und wird hart. Um sie wieder weich zu bekommen muß sie gedehnt werden. Dazu braucht sie aber einen gewissen Feuchtigkeitsgrad um nicht zu reißen. Aus diesem Grund werden die Felle jetzt abgehängt, angefeuchtet und aufeinander gelegt. Nach einiger Zeit sind sie fertig zum Stollen. Dabei wird das Leder gedehnt. Man kann sich das so vorstellen, als würde man das Fell über eine Stuhllehne ziehen. Die Felle werden nochmals aufgehängt und nach 1 bis 2 Tagen abermals gestollt. Die Hautzellen liegen nun schön nebeneinander und das Leder ist weich. Die noch raue und zum Teil dunkle Haut wird nun abgeschliffen. Auch das ist Handarbeit. Das Fell wird an eine rotierende, mit Schleifpapier bespannte Trommel gedrückt. Da jedes Fell anders ist braucht es einiges an Erfahrung um nicht das Leder bis in die Haarspitzen abzuschleifen. Jetzt kann man sich an die Fellpflege machen. In der Kämmmaschine, eine mit Nägel versehene Walze wird die Wolle wie mit einer Haarbürste bearbeitet. Bei sehr langer und filziger Wolle kommt die Maschine allerdings nicht mehr durch. Das Fell bleibt hängen, kann sogar reißen. Anschließend werden die Ränder der Felle beschnitten und mit Hand kadäscht, also gekämmt. Felle mit denen die Kämmmaschine nicht zurechtgekommen ist müssen komplett mit Hand gekämmt werden. Dabei kann man allerdings nur die Oberfläche glätten. Es würden sonst keine Haare mehr übrig bleiben.

Anschließend werden die Felle gebügelt. Die Haare glätten sich und der Lederstaub der sich beim schleifen etwas auf den Haaren niederlegt wird entfernt. Je nach Wunsch können die Fell jetzt noch geschoren werden. Die Wolle wirkt dadurch dichter und wird stabiler. Vor allem bei Fellen für Babys ist das Scheren langer Felle zu empfehlen. Allerdings fühlen sie sich nicht so weich an, wie von haus aus kurze, oder geschorene und nachgewachsene Felle, da hier die Haarlängen unterschiedlich sind. Wir konnten ihen hoffentlich einige Nützliche Informationen vermitteln. Für weitere Fragen stehen wir ihnen gerne zur Verfügung.
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Nicht nur für Schafhalter

Informationen zur Gerbung - Tipps für ein schönes Schaffell

Gerben bedeutet ja eigentlich nur das Verhindern von Fäulnis und ist eigentlich eher einfach. Je nach dem für was man das gegerbte Stück dann aber nutzen möchte wird die Sache interessanter. Möchte man ein schönes Schaffell muß man bereits beim lebenden Schaf einiges beachten. Die Haltung des Schafes ist ein wesentlicher Faktor für die Eigenschaften eines Felles.

Ein gesundes Schaf hat natürlich auch eine gesunde stabile Haut und ein schönes Haar. Dazu kommt, daß ein sehr verfilztes, verkotetes oder verhäckseltes Fell kaum ausreichend gereinigt werden kann, so das sich das Gerben teilweise nicht mehr lohnt. Farbmarkierungen können meistens nicht mehr herausgewaschen werden, mitten im Rücken markiert fällt selbst ein kleiner Farbfleck unangenehm auf. Da der Kopf beim Fell nicht genutzt wird stört die Farbe in diesem Bereich weniger.

Auch beim Schlachten kann man bereits Einfluß nehmen auf die Qualität des Felles. Das Fell sollte trocken sein und auch nach dem Schlachten zu keinem Zeitpunkt nass werden, da sonst ein erhöhtes Fäulnisrisiko besteht. Beim Ausziehen sollten möglichst wenig Risse entstehen oder Löcher ins Leder geschnitten werden. Durch die mechanische Belastung beim Gerbvorgang – auf die ich später noch eingehen werde – können aus kleinen Löchern schnell große und aus einem kleinen Riss eine Zweiteilung des Felles werden. Sofort nach dem Schlachten und Ausziehen sollte man die Felle zum Auskühlen mit der Fleischseite nach oben einzeln flach auf den trockenen Boden legen, etwaige Haare von der Haut entfernen und das Fell auskühlen lassen. Selbst wenn Sie das Fell noch am selben Tag zum Gerber bringen ist dieses Vorgehen sehr wichtig. Das Fell hat ja noch Körpertemperatur und ist feucht - ein idealer Nährboden für Fäulnisbakterien.

Bringen Sie das Fell nicht sofort zum Gerben sollten Sie sich Gedanken um die Konservierung machen, die erfolgen muß sobald das Fell etwas ausgekühlt ist.

Im Wesentlichen stehen ihnen drei Verfahren zur Verfügung.

1.Das Einfrieren; sie brauchen eine große Kühltruhe und die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden. Bei sehr langhaarigen Fellen dauert es geraume Zeit bis die Haut durchgefrohren ist, vor allem wenn das Fell zusammengeschlagen wurde. Das Fell muß im gefrorenen Zustand beim Gerber ankommen und der hat dann das nächste Problem. Kann er das Fell nicht sofort eingerben braucht er entweder eine sehr große Kühltruhe oder er muß das Fell nach dem Auftauen anderweitigkonservieren. Das bringt öfters Probleme und die Gefahr das einige Stellen Haarlos werden ist groß.

2.Das Trocknen; klingt einfach ist es aber nicht. Die Temperatur muß stimmen, sehr fette Felle werden gerne glasig, Sonneneinstrahlung kann zu einer irreparablen Verklebung der Hautzellen führen.

3.Das Salzen; unserer Meinung nach das beste Verfahren. Nach dem Auskühlen werden die Felle einfach mit reichlich Salz bestreut. Am besten entfernen Sie vorher den Kopf, die Läufe und den Schwanz und streuen dann soviel Salz auf die Fleischseite, das die Salzkristalle gut sichtbar sind. Sie müssen die ganze Haut gleichmäßig salzen, die Ränder nicht vergessen und darauf achten das sich das Fell nicht zu sehr einrollt. Das Salz entzieht der Haut das Wasser und damit den Fäulnisbakterien die Lebensgrundlage. Sollten sich auf der Haut Wasserlaken bilden, lassen sie diese ablaufen. In diesen Wasserpfützen könnte sonst Fäulnis entstehen und an dieser Stelle werden die Felle matt – das heißt die Haare gehen aus. Nach etwa zwei Tagen nochmals nach salzen, wieder sollten die Salzkristalle gut sichtbar sein. Danach können sie die Felle liegen lassen, aufeinander legen oder zusammenschlagen und so lange trocken lagern bis sie zum gerben gebracht werden. Gut gesalzene Felle können so mehrere Monaten liegen bleiben.

Bringen Sie Ihre Felle nach dem Auslüften frisch zu uns werden diese nach genau dem selben Verfahren bis zur Gerbung haltbar gemacht.

Im folgenden möchten wir Ihnen einen Einblick in die eigentliche Gerbung geben, denn egal mit welcher Methode Sie Ihre Felle konservieren, die Fäulnis ist nicht Dauerhaft unterbrochen. Tauen die Felle auf oder werden sie nass setzt die Fäulnis sofort wieder da ein wo sie aufgehört hat. Mit dem Gerben wird die Haut so verändert, das kein Fäulnisprozess mehr stattfinden kann.

Wenn Sie Ihre Felle beim Gerber anliefern werden sie in der Regel zuerst gekennzeichnet damit der Gerber auch weiß welches Fell Ihnen gehört und Sie dann auch wirklich Ihre Felle zurückbekommen. Bei uns bekommt jedes Fell mit dem Nageleisen eine Nummer eingestanzt. Diese ist auch nach dem gerben im Leder noch zu erkennen. Dann werden die Felle gegebenenfalls noch mal gesalzen und gesammelt bis genügend Felle zusammen gekommen sind. Im ersten Arbeitsschritt werden die Felle in einem großen Fass gewaschen. Damit wird das Salz, Blut und sonstige Verschmutzungen mit Hilfe von Wasser und einem Entspannungsmittel entfernt. „Ja halt“, werden Sie sich denken, „wenn die Felle gewaschen werden warum sollte man dann auf saubere Felle achten?“. Nun ein Schaffell ist kein Leinentuch. Es kann nicht heiß gewaschen werden und auch der mechanischen Beanspruchung sind Grenzen gesetzt. So können leichte Verschmutzungen entfernt werden aber eine starke Verkotung oder eine Verhäckslung nicht. Auch das Filzen wird beim waschen ja bekanntermaßen nicht besser. Nach der Wäsche sind die Felle in einem Zustand wie direkt nach der Schlachtung. Nun muß das Unterhautbindegewebe entfernt werden. Bei den meisten Fellen kann das mit der Entfleischmaschien geschehen. Was diese nicht Entfernen kann wird per Hand amGerberbaum mit dem Schabeisen abgeschabt. Verbleibende Reste würden das Eindringen des Gerbstoffes verhindern. Danach folgt die zweite Wäsche bei der die Hautfette und das Lanolin zum Teil heraus gelöst werden. Beides beeinträchtigt in zu großen Mengen ebenfalls die Gerbung. Sehr fette Schaffelle sind oft unzureichend gegerbt, werden glasig und steif. Das komplette Entfetten aller Felle wäre aber mit einem zu großem chemischen Einsatz verbunden und das natürliche Fett und Lanolin ist ja andererseits auch wieder ein Vorteil. Die Waschmittel werden in einem weiteren Spülgang wieder aus den Fellen gewaschen und die Felle können jetzt im Pikel oder der Beize für die Gerbung vorbereitet werden. Mit Wasser, Salz und Säure wird das unstrukturierte Eiweiß einschließlich Fett entfernt. Auf selbige Art werden Bismarkheringe hergestellt. Dadurch entstehen Hohlräume in die bei der Gerbung die Gerbstoffe und Fette eingebracht werden können.